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Oliver Sacks

Der einarmige Pianist

Eingestellt am 29.02.2012

Über Musik und das Gehirn – so lautet der bescheidene Untertitel von Oliver Sacks' Studie zum einarmigen Pianisten. In dieser geht der studierte Neurologe und Professor an der Columbia University der Frage nach, wie es sein kann, dass manche Menschen erst durch einen Unfall ihre Musikalität gewinnen und andere diese durch ein Unglück verlieren. Der Titel lehnt sich an Paul Wittgenstein an, jenen Musiker, der als einarmiger Pianist berühmt wurde und dem eine ganze Reihe an Klavierkonzerten gewidmet wurde, unter anderem das Klavierkonzert für eine Hand von Maurice Ravel.

Musik, so die Bilanz von Sacks, hat eine unglaubliche Wirkung auf die menschliche Physis und Psyche. Sie wirkt auf den Menschen, ob man möchte oder nicht - und so ist Sacks' Studie zugleich ein Manifest für die Wichtigkeit musikalischer Bildung in allen Bereichen gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Lesen Sie hier auch die Rezensionen von Holger Noltze in der Cicero-Rubrik "Bücher des Monats" und von Volker Hagedorn in der ZEIT. (Links führen zu den Homepages des Cicero-Magazins und der ZEIT)


Sacks, Oliver: Der einarmige Pianist. Über Musik und das Gehirn (engl. Musicophilia. Tales of Music and the Brain), Hamburg 2009 (New York 2007).


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